Eroberung der iberischen Halbinsel Anno 2021

Ich liebe Europa, wir hatten keinerlei Grenzkontrollen, wir mussten nie Geld tauschen. Und wir haben so viel was es hier gibt. Tolle Menschen, verzaubernde Landschaften.
Am 9.9.2021 am Nachmittag sind wir in Seckmauern gestartet.

  1. Nacht = 24€ = Kaiserstuhl
    Unser erster Stopp führte uns nach ca. 300km an den Kaiserstuhl. Wir bekamen bei „Mathilde“ ein Weingut einen „Notplatz“. Der war topp! Die Wirtin war auf Zack, der Wein und der Flammkuchen lecker.
    Und der Witz, unsere Nachbarn mit denen wir den Wein zusammen getrunken haben, warn von Bekannten die Eltern. Haben wir dort das erste mal gesehen.
Mathilde – Weingut

2.+3. Nacht 62€ = „La Petit Camarque“

Nach rund 800km waren wir in der sonnigen Camarque. Lagen im Pool, wanderten in die nächste Ortschaft. Beoachteten die Vögel, liesen uns von einem englischen Pärchen fotografieren, so wie ich diese auf deren Smartphone brachte.

4. Nacht 0€ = Unsere erste Wüste in Nordspanien

Nach rund 740km sind wir am nächsten Nachtstopp angekommen. Anja liegt mit Fieber im Wohnmobil, ich gehe mit Barney unserem Hund spazieren. Erste Überfälle durch Stechmücken. Ein Nachbar aus Viersen erzählt mir hier wären auch Teile von „Spiel mir das Lied vom Tod“ gedreht worden.
Am nächsten Tag fahren wir (nach einer Aspirin für Anja) durch die Wüste. Kampfflugzeuge jagen mit Überschall im Tiefflug immer wieder durch weite Teile dieser unwirklichen Landschaft. Auf der Weiterfahrt sehen wir erste Gänsegeier am Himmel fliegen.

5. Nacht = 0€ = See mit zahlreichen Vögeln

Die Gänsegeier sichtet man auch über dem See (so ich die überhaupt richtig bestimmt habe). Nach 200km, von denen wir viele nur mit 40km durch die Wüsten und Steppen kamen, gelangen wir an einen großen See. Dort ist oberhalb ein toller Stellplatz, auf dem wir die Nacht verbringen. Anja wieder Fieber. Am Morgen fahre ich die 2 km runter an den See, mit Anja im Bett. Später gegen 10:00 Uhr geht es endlich besser und wir ziehen weiter.

6. Nacht = 0€ = Naturschwimmbad mit Eselbewachung

Anja geht es wieder schlechter, nachdem es ihr bei der Fahrt durch die Wüste besser ging, das Fieber ist zurück. Nach 360km stehen wir kurz auf einem Parkplatz der ist es nicht!
Wir fahren 10km weiter, dann legt sich Anja erst mal schlafen. Danach nach weiteren 40km erreichen wir einen zauberhaften Stellplatz neben einer kleinen Ortschaft, direkt an einem Naturschwimmbad mit Eselbewachung.

Eselbewachung

7. Nacht = 0€ = Nordportugal

Wir haben es geschafft! Wir sind das erste mal im Leben in Portugal, im Norden. Nach rund 320km essen wir ein frisch paniertes Schnitzel, das es so an der Theke hier im Supermarkt offen gab. Wir sitzen beim Essen im Wohnmobil, die Sonne ist schon untergegangen und draußen ist es schon zu kalt.

Welch ein toller Wellengang


8.+9. Nacht = 40€ = Garfe Park Camping

Nach ca. 180km steuern wir auf einen schönen Campingplatz. Total nette Familie, ein Pool. Wir gehen wandern oft an Straßen entlang. Wanderwege = Fehlanzeige, trotzdem sehr schön. Am Abend suchen wir ein Restaurant das uns empfohlen wurde, das hatte zu. Also gab es in einer kleinen Bar halt kalten Pizza. Hat uns aber auch gut getan. Anja geht es besser. Die Straßen sind hier enger und steiler, teilweise.

10. Nacht = 0€ = Paiva

Straßen bis max 3,5t meisten wir, aber es geht langsam voran. Nach 150km und einigen Kurzausflügen suchen wir uns einen kleinen Wanderparkplatz und schlagen da unser Lager auf. Entlang der Paiva liegt dieses Gebiet.

Natur pur

11. Nacht = 0€ = Praia da Vaguera/Ria de Aveirro

Nach rund 120km erreichen wir wieder ein geniales Gebiet in Strandnähe. Weißer Sandstrand solange die Augen reichen!
Hier gehen wir erstmal in einer Strandkneipe einen Drink nehmen, später sitzen wir in den Dünen und lesen was schönes.

Wir übernachten in einem Fischerdorf auf einem Parkplatz neben einem Wohnmobil aus Portugal. Gehen die Promenade, schauen auf den Fischmarkt, gehen lecker im Restaurant essen. Gut und günstig. Allerdings hat es die Anja nicht vertragen. Sie ist aber eh noch immer nicht ganz fit.

100m bis zum Fischmarkt schlafen wir

12+13. Nacht = 43€ = Parque de Campisimo a Montanhismo

Was gibt es schöneres, nach rund 185km und einem der steilsten Abstiege, mit dem WoMo ever, zu einem Bootsverleih. Wow, das war haarig. So haarig, wir hatten keinen Bock mehr zum Boot fahren.
Daher suchen wir uns einen Campingplatz. Auf dem Campingplatz, ab in den Pool. Am nächsten Tag eine tolle Wanderung. In einer Dorfkneipe trinken wir erst was. Dann fragen wir ob es was zu Essen gibt. „Ja. Hase oder Hase.“ Wir haben dann lecker Hase gegessen!
Später wieder schwimmen, Wäsche waschen, Campintplatzkneipe…

14. Nacht = 0€ = Bordeira’s beach

Nach rund 420km koche ich das erste Mal in meinem Leben Muscheln. Frische Muscheln, die wir vorhin an der Fischtheke eingekauft haben. Beim Essen stehen wir im Naturschutzgebiet auf einem großen Parkplatz.
Anja stelle ich einen Stuhl auf den Parkplatz, 2 Minuten später kommt die Polizei: „Das dürfen Sie nicht, kostet 200€ Strafe.“
Das war nur ein freundlicher Hinweis, wir stellen den Stuhl rein, und die freundlichen Polizisten ziehen ohne Strage davon.
Das Naturschutzgebiet müssen wir allerdings in der Nacht verlassen. Wir fahren ein paar Kilometer weiter und stellen uns dort hin, außerhalb des Naturreservats.

15. Nacht = 0€ = Terra Mada

Der von mir angepeilte Campingplatz am Meer gefällt uns nicht! Wir flüchten lieber wo anders hin, schauen uns eingiges an.

Heute waren es dann rund 170km, wir hatten einen großen See mit vielen tollen Wasservögeln erwartet, der ist aber zu großen Teilen ausgetrocknet. Egal, dort zu stehen ist toll!

16.+17.+18. Nacht = 30€ = Aldeia de Falesia

Wir fahren durch kilometer weit verbrannte Gebiete, dann wieder über die Autobahn.
Nach rund 105 km erreichen wir einen tollen Stellplatz, einen anderen der schon etwas weiter war, haben wir ohne mit der Wimper zu zucken liegen lassen. Ich hatte ihn zwar empfohlen bekommen, empfand es aber als Gefängnis.
Livemusik wie beim Traumschiff beim Abendessen im Restaurant, wir waren jeden Abend ausgegangen. Meer 25°C Luft 26°C, Herz was will man mehr oder Meer? Zwei bis dreimal pro Tag hüpfen wir ins rauschende Meer, vom Sandstrand aus hinein.

19. Nacht = 0€ = Aparcamientro sendero del Jardin Botanica

Morgends noch eine runde am Strand und dann geht es weiter. Rund 230km.
Es zieht uns ein eine weitere kleine Wüste. Eigentlich gibt es dort einen großen See, mit Wasservögeln. Leider ausgetrockent. In der Kneipe des Reservats trinken wir was kühles. Auf dem Parkplatz ist eine glühende Hitze, daher fahren wir zum übernachten in einen nahegelegenen Wald.

20. Nacht = 0€ = Laguna de Fuente de Piedra, Antequera

Nachdem wir gemütlich in unserem Wald dreußen in der Sonne gefrühstückt hatten, ging es an dem Tag rund 200km. Auf dem Torcal Gebirge gelaufen, traumhafte Formationen. Kaiseradler, Steinböcke. Nettes Ehepaar aus Schweden mit einem Baby auf dem Parkplatz getroffen und uns ausgetauscht. Die A7775 dann wieder runter, das uns der Reservats-Ranger gesagt hat das wir auch hier nicht übernachten dürfen. Tollen Stellplatz gefunden, eigentlich ein Picknickplatz, den hatten wir exclusiv für uns. Naja fast, nur ein Tausendfüßler, ca. 10cm lang treibt sich hier herum. Und der eine oder andere Kaiseradler beobachtet uns aus der Luft.

21. + 22. Nacht = 44€

Nachdem wir auf einem der Pricknicktische in der frühen Sonne gefrühstückt hatten ging es rund 140km kleinste Straßen hoch und runter, Torcal sahen wir bald nur noch im Rückspiegel. Ab an die Südspanische Küste auf den „Camping Cactus“. Zwei Tage Spaziergänge am Meer, mehrfaches schwimmen im Pool, viel Lesen und einfach mal herumhängen! Es war schön dort zu sein, aber die Gegend war nicht schön, überall Kilmoeterlange Gewächshäsuer am Strand, in den Bergen, einfach überall.
Daher noch zwei Bilder vom morgendlichen Start unterhalb Torcal, und eines vom Campingplatz.

23. Nacht = 0€ = Sierra Nevada

Wir stellen uns auf den größten Parkplatz, als einziges KFZ. Auf etwa 2.500 Höhenmetern. Wir wandern hoch bis auf ca. 3.000 Meter. Weite Täler, hohe Gebirke, Traumhaft. In der Nacht brauchen wir erstmals die Heizung.

24. + 25. Nacht = 20€ = Tabernas „Das Tor zur Wüste Stellplatz“

Ich hatte in einer Facebookgruppe über Arne uns seinen Stellplatz gelesen. Umliegend die Drehorte von Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, Vier Fäuste für ein Halleluja, Winnetous Rückkehr, Der Schuh des Manitu, um nur einige zu nennen.
Eine teils unwirkliche Gegend. Man könnte sich hier den Wilden Westen gut hineindenken.
Die dort vorhandenen Würgeschlangen und Skorpione gehen uns aus dem Wege, obgleich ich immer mal wieder einen großen Stein wende.
Nachdem wir den Platz gefunden haben (war nicht einfach), empfängt uns Arne herzlich und es gibt gleich mal ein Begrüßungsbier für alle neuen auf dem Platz. Insgesamt stehen dort ein Zelt und vier Wohnmobile. Am zweiten Abend macht Arne Kartoffelsalat mit Würstchen. Lecker Spanische Kost 🙂
Wir erkunden die Gegend mehrfach, freuen uns über noch mehr „Kaktusse“, fragen uns ob die 1000 Schaafe einen Hütehund haben, scheinbar nicht.
Am letzten Abend sitzen wir gerade beim 2. Glas Wein mit den Nachbarn, plötzlich und wie aus dem Nichts kommt ein Wüstensturm. Wir bauen die Markise schnell ab und flüchten nach drinnen.
In den Schlaf werden wir gut gesschauckelt, der Sturm läßt gegen 1 Uhr nach. Am nächsten Morgen gibt es schon keinen Wind mehr.

26. Nacht = 0€ = Bicorp

Wir sind leider bereits im Heimreise Modus angekommen. Die 300km fühlen sich mehr an. Mittags pausieren wir in einer Zitronen/Granantapfel.Plantage.
Später schlängeln wir uns mal wieder durch einige „Terpentinen“ wie Anja mal in einem Versprecher sagte.
In Bicorp finden wir einen ganz tollen Stellplatz, dort können ca. 15 Wohnmobile stehen, wir sind mal wieder alleine. Es gibt Wasser und Entsorgung, eigentlich soll es was kosten, aber wir finden weder einen Briefkasten, noch eine Anleitung was es kostet. Wir wandern durch ein wunderschönes verschlafenes Örtchen, spielen Federball und geniesen das Leben.
Das Dorf ist hoch gelegen, in der Nacht brauchen wir das zweite mal unsere Heizung.

27. Nacht = 0€ = Narbonne „La Nautique“

Nach gut 600km haben wir Frankreich wieder zurückerobert, die Temperaturen liegen nur noch knapp über 20°C. Nach einigen Irrungen finden wir endlich einen Platz an dem man stehen und übernachten darf. Wir stehen zusammen auf einer großen Fläche mit zahlreichen Campern, überwiegend Surfer und Kite-Surfer. Ich koche mal wieder Muscheln, das erste mal im Leben welche, die ich vorher noch putzen muss. War auch wieder lecker!

28. Nacht = 0€ = Le Pont de Thorey

Wir donnern nach einem Frühstück im Wohnmobil (draußen hat es nur 10°C) Richtung Heimat. Gefühlt nur noch fahren, tanken, essen. Nachdem wir am späten Nachmittag autobahnnah ein schönes Restaurant gefunden haben, Tische sind gedeckt, sehen wir beim näheren Hinsehen, die machen erst am Freitag wieder auf. Wir gehen dort spazieren und fahren weiter an einen Wanderparkplatz an einem Fluß. Dort schlendern wir an der Saone, beobachten Angler und spät sogar ein kleines Fischerboot.

Saone der letzte Nachtstopp unserer Reise

Fazit:
Sonne kann ganz schön heiß sein, wenn kein Wind geht, da sind 20°C in der Wüste schnell mal 35°C.
Mücken stechen und pfeifen auf Fliegengitter.
Ameisen? Ahhhhh Ameisen.
Barney braucht nicht nur ein neues Halsband sondern zerreißt such eben mal einen Expander an dem er kurz hängt.
Wäscheleinen sind auf einem Stellplatz verboten.
Siesta?! Restaurants öffnen in Portugal und Spanien meist erst um 19:00 Uhr. Da waren wir meist schon müde.

Es war eine traumhafte Reise. Außer dem Expander hat es nur mein linkes Handgelenk ein wenig kaputt gemacht. Die vielen hunderten Kilometer ohne geterte Straßen haben auf das Lenkrad gehauen, uns das hat meinem Handgelenk nicht gefallen. Ist aber nicht schlimm, nehme ich gerne in Kauf! Mein Herz möchte sofort wieder auf Tour.
Doch jetzt setzt mein Tatendrang erstmal wieder was im Business und daheim zu bewegen. Freunde und Familie treffen, und unseren Enkel zu Verwöhnen.

Am 6.10.2021 landen wir wohlbehalten am Nachmittag in Seckmauern, 28 Nächte waren wir auf Abenteuer-Tour.

Danke Anja! Das du dieses Zigeunerleben mit mir teilst. Ich liebe es.

Im Oktober 2021 – Hagen Wolfstetter

Anmerkungen: Preise sind immer für den Stellplatz für die ganze Zeit an dem wir bei einem Stopp waren. km Angaben immer nur Schätzungen. Genaue Standorte können aus den Bildern gelesen werden.

Akkuschrauber – Pumpe – WoMo

Kleines Wo-Mo Projekt. Es ging zwei Jahre auch ohne, aber es muss sein! 🙂

Einen Filter 3D gedruckt
Ein Gardena Ventil gekauft, durchsichtigen Schlauch mit Gardena anschlüssen versehen.
Gardena „Bohrmaschinenpumpe“ gekauft.
Einen Black&Decker 12V Akkuschrauber, den man mittels USB laden kann und der auch gleichzeitig als Powerbank geht.
20m relativ stabiler Schlauch (damit der Akkuschrauber keine Knicke ausgleichen muss.
Einen Kärcher Wasserfilter mit einem Gardena Anschluss versehen (wenn wir auf Quelle Trinkwasser auffüllen wollen).
Und dann eine Wasserdüse von Gardena, z.B zum duschen oder auch zum Wasserauffüllen etc.

Chef: Ich kündige!

Was ich bei Kündigungen erlebt habe.

In meinem Leben habe ich Karriere gemacht. Da gehörte es dazu neue Wege zu gehen!
Hier einige Erinnerungen.

„Da hat der Maurer das Loch gelassen!“
RUF

Da wollte ich nach der Ausbildung Gesellenlohn, bekam ich nicht im laufenden Monat. Habe ich einen Anruf getätigt und wo anders angefangen.

„Reisende soll man nicht aufhalten…“
SBH

Mein Vater war gestorben und ich wollte eine Woche frei machen, um mich um meine Familie etc. kümmern. Das ging nicht, deshalb habe ich gekündigt. 2 Wochen später wo anders angefangen.

„Das akzeptiere ich nicht! Was müssen wir ändern damit du bleibst?!“
Topdeq
Ich bekam noch mehr Rückendeckung und Geld und bin geblieben, bis irgendwann meine zwei Chefs gegangen sind, dann zog es mich auch weiter.

„Du kannst jederzeit wieder kommen!“
Viking


Nach einigen Jahren kam ich tatsächlich noch mal.

Wie ist es euch so ergangen?

Dem Main bei Wörth ein neues Bett geben: Die Verlegung des Main.

Als Voraussetzung für Aufschluss und Führung der Firmenerweiterung der Te-Mo Service Worldwide Group AG wird der Main zwischen Klingenberg mittels einem gewaltigen Bauabschnittes (1. BA und 2. BA) verlegt.
Der enorme Energiebedarf der Te-Mo Service Worldwide Group AG, kann nur noch durch ein eigenes Kraftwerk geleistet werden, welches hier entsteht (3. BA).

Heute am frühen Morgen des 1.4.2021 konnte Wörths 1. Bürgermeister Andreas Fath die Beteiligten zum Spatenstich begrüßen. Leider musste dieser Festakt wegen Corona ohne Öffentlichkeit stattfinden. Sogar der Steffen Salvenmoser von der SPD sprach von einem bahnbrechenden Konzept, vor allem für Motorbootfahrer. „Jetzt kann man auch endlich mal einfach im Kreis fahren, ohne ständig eine Schleuse zu passieren!“

(hier im Bild eine Simulation. „Auch die Total Tankstelle hat einen großen Vorteil, da in Zukunft auch Boote betankt werden können. Und die Bäckerei Kirchgäßner freut sich, da es dann direkt in der Tankstelle einen Boots-Drive-Inn mit deren Backwaren geben wird.“ so Frank Kirchgäßner. 4. BA)

Nach dem Realisierungsbeschluss im April 2010 erfolgte schon im August die Billigung und Planung, hier dankte der Bürgermeister dem Stadtrat. Nach zahlreichen Voruntersuchungen und Standortanalysen erfolgte im Februar 2020 die Baugenehmigung.


(Im Bild eine Simulation, noch ohne das Kraftwerk)

Der Firmengründer Haki Tarhan ist außer sich vor Freude: „Somit bekommen wir auch das benötigte Wasser für unsere neue Firmenbrauerei und das Kraftwerk für den Standort der Te-Mo in Wörth am Main. Und gleichzeitig einen schönen Strand am Rande von Seckmauern – Was will man mehr?!“

Stefan Wüst vom Planungsbüro Wüst und Partner in Erlenbach am Main erklärte, dass ein Spatenstich für den Übergang von der Planung zur tatsächlichen Umsetzung steht und versprach die pünktliche Fertigstellung des neuen Strandbades. „Wobei vor allem auf dem regelmäßigen Sundowner das Hauptaugenmerk aller Beteiligten liegt.“ So Herr Wüst, beim Interview mit dem Main-Echo.

Wörth am Main 1.4.2021
Die Redaktion

Bildquelle (Landkarte) Google Maps

Mein schönstes „Business Erlebnis“

Es war 1996, mein Chef rief mich in meinem Büro in Großostheim an:
„Du musst nächte Woche nach Folrida!“
(ich war bis dahin nur einmal geflogen, mein englisch ’naja‘)
Ich erklärte ihm das ginge nicht, weil wir Urlaub geplant haben und ich mir dann eine neue Familie suchen müsste.
Da sagte Rolf (mein Chef): „Dann nimm deine Familie halt mit, aber du musst da rüber!“

Die Firma übernahm alle Kosten! Und ich flog mit Frau und zwei Jahre alter Tochter nach Folrida.
Dort gab es ein Problem mit dem „Autopack“ eine Software die die Kollegen entwickelt hatten und ich auch mit weiterentwickelte.

Die Software sagte dir vorher weiviele Kartons du brauchst um einen Kundenauftrag zu versenden etc.

Man muss vorweg schicken drei meiner angesehenen Kollegen (zwei die weit über mir standen), hatten das Problem nicht lösen können und waren schon vor Ort. Das Problem war, das die Berechnung nicht mehr stimmte. Das Programm sagte auch voraus wieviel ein beladener Karton wiegt. Doch die Knotrollwaage am Ende steuerte 80% seit Wochen aus! Das Programm war „kaputt“ wurde mir gesagt.

Ich lieferte meine Familie ins Hotel und nahm den Leihwagen (erstes mal im Leben einen Automatik) und für in das Lager nach Jacksonville. Dort wurde ich herumgeführt und vorgestellt.

Ein Tag verging im Fluge. Abends und am Morgen waren wir mit der Familie am Strand!

Am nächsten Tag überlegte ich. schaltete mein Notbook nicht ein…

Die Kontrollwaage schaute mich an und der Kollege dort. Ich fragte: „Wo ist das Referenzgewicht?!“
Ungläubige Gesichter: Warum fragt ein Programmierer nach so etwas, und was ist ein Referenzgewicht?

Nach unzähligen Diskussionen und einen Tag später hatte ich ein Referenzgewicht 1 Pfund! Und siehe da.
Jedes mal wenn es über die Waage lief? Zeigte die Waage freundlich was anderes an. Mal 1 Pfund, mal zwei Pfund, mal auch nur ein halbes Pfund! Jedes mal was extrem anderes.

Zwei Tage später kam ein Fachmann und reparierte die Waage!

Mein Chef war zufrieden, wir hatten 10 tolle Tage in Florida.

Die Kollegin, die ich dafür heute noch Liebe, führte uns in Freizeitparks und zeigte uns das biste der USA: FREUNDSCHAFT!
Der Kollege zeigte mir seinen kleinen Nacht-Club, eine Schwulenbar. Auch eine tolle Erfahrung, ich war darauf nie vorbereitet, möchte es aber nicht misssen. Er hatte mir auch nicht gesagt wo es hin geht. Und seiner Frau auch nicht…
Auch wenn ich ganz am Anfang kurz eine Ansage im Lokal machte „ich bin gerne hier! Aber ich bin nicht schwul, zur Sicherheit“

Hoffentlich kommt mal wieder ein Projekt mit USA Anteil! Ich war seither immer wieder mal in USA am arbeiten und fand es toll…

Mein Jahresrückblick 2020:

Liebe Freunde. Mein Jahresrückblick 2020:

Das Jahr fing an mit Hilfe der Polizei, unser Whisky war leer. Und so kam die Unterstützung am frühen 1. Januar 2020 in Form zweier Uniformierten und brachten uns Nachschub.

20: Erstmals war ich aktiv in der Politik auf kommunaler Ebene wählbar, wir haben die Wahl deutlich verloren!
Na und? Ich habe deutlich gewonnen. Durfte das Team näher kennen lernen, schätzen lernen. Neue Erfahrungen machen.
Bürger treffen, freundschaftlich mit den anderen Parteien im Wahlkampf umgehen. Und wir hatten sogar Spaß beim Stimmen auszählen. Nur Trump klagt wenn er verloren hat!
Ich verneige mich vor allen die mich wählten, einfach toll! Danke.

Zu allem Glück bin ich dann auch noch nach der Wahl durch die Navigationsprüfung gefallen. (mehr dazu unter jammern auf hohem Niveau).

Gut das wir zwischendurch tatsächlich zur Feier des Firmenverkaufes nochmal mit dem Kernteam auf Malle waren. Danach doch tatsächlich auch noch Fasching in Seckmauern zelebrieren konnten.



Dann mein letzter Flug nach Budapest. Und dann kam der Lock-Down 1.0

Trotz Corona waren wir mit unserem WoMo weit unterwegs und hatten auch gerade wegen unserem Enkel (3 Jahre) sehr viel Spaß.

Dann noch die leuchtenden Kinderaugen am St. Martin, dank Wörth mit Herz! Da rückte ich aus und überbrachte die Lecker „Brezel-Herzen“ vom Lui! Eine tolle Aktion.

War zweimal zu einer Sitzung in Berlin, einmal zwecks Beruf und privat in München dieses Jahr…



„Meine“ Abteilung die ich entwickeln durfte hat 2020 über 80 Kunden dazu gewonnen. Wir haben ein geiles Team bei Te-Mo! Und dank meinem Chef kann ich machen was ich will. Das meine ich wie ich es schreibe. Und immer wenn ich „ich“ sage meine ich eigentlich „wir“, aber das lerne ich bestimmt noch!

Die Wucht 2020, die hochkarätigen Kunden und die hochkarätigen neuen Kolleginnen und Kollegen 2020! Zusammengewürfeltes Spezialkommando, naja gut auch sowas wie beruflich gesehen ein altes Ehepaar dabei…

Einmal Gans-Essen, mit WoMo-Übernachtung statt wie üblich. Einmal kam eine vegetarische Gans-Esserin zu uns, man war der Wein lecker!

Wir können nicht alles nachholen, das macht meine Leber nicht mehr mit. Aber einiges hoffentlich 2021 zusammen erleben, was diese Jahr nicht ging. 🥧🍾🍻⚽🎱

Was mir gefehlt hat. Handball-Heimspiele live, Konzerte und mehr Waldhaus, Budapest und Florida.
Ich jammere auf höchstem Niveau. Ich sollte mich mal selbst jammern hören: PFUI!

Ansonsten war ich mit meiner Fitness extrem zufrieden. Ich glaube es waren 10 Tonnen Bauschutt, an denen ich großen Anteil hatte. Ohne das Werkzeug unseres Firmengründers wären wir jetzt nicht soweit!

Fragmente zu Corona könnten mich zum „Querdenker“ oder gar Leugner darstellen. Bin ich überhaupt nicht. Meine Bemühungen sind stets nur meine Meinung kund zu tun, um besseres anzuregen. Ich behaupte nie alles zu wissen oder verstanden zu haben. Bin froh nicht entscheiden zu müssen und halte mich weitestgehend an die Regeln.

Unser Hund Barney hat es nicht versäumt mir jeden Sonnenaufgang und auch manchmal die Phasen davor zu zeigen. Dennoch, ich liebe diesen Schäfer-Labrador-Straße-Rauf-und-Runter-Hund!

Euch allen einen guten Endspurt im 2020 🛴und einen guten Rutsch!🆕 Ob beim Frisör oder auf dem Sofa… 🕛 Und bleibt bei guter Laune und tolerant, so wie ich euch am liebsten mag!

Lieben Gruß 🏕️

Hagen & Familie!

P.S.: sollte ich in 2020 jamendem Unrecht getan haben bitte ich um Verzeihung!

Was machen wir den ganzen Tag in Berlin?

Wir halten Vorträge zu aktuellen Theman aus der Wirtschaft.

Bilden Arbeitsgruppen die innerhalb und außerhalb von Sitzungen Themen bearbeiten.
So haben wir in den letzten Wochen einiges zum Thema „Mobiles Arbeiten“ in einem kleinen Team bearbeitet. Herausgekommen ist eine Checkliste und eine Matrix dazu. Diese steht dann bald allen Mitgliedern zur Verfügung.

Was noch? Ich habe zusammen mit einem Professor das Rentenpapier der CDU Fraktion kommentiert. Anregungen gemacht es ehrlicher zu machen und konkrete Vorschläge gemacht, wie es besser werden kann. Ich kann euch sagen, ein ganz harter Stoff! Für den ich eigentlich nicht gemacht bin, aber was solls. Meine Meinung kann ich ja sagen!

Bei der Sitzung auf dem Bild haben wir eine Abgeordnete der LINKEN da gehabt. Eine überzeugte Politikerin, leider nach meiner Überzeugung weit weg von der Realität des Mittelstandes, aber nicht unsympatisch!

Am Ende sind wir ein Kreis von Unternehmen, die sich gegenseitig helfen. Nach all den Jahren als ständiges Mitglied, kennt und schätzt man sich. Seit kurzem bin ich mit unserem Vorsitzenden „per du“, was mich sehr stolz macht.
Herr Munk ist ein feiner Kerl, ein Top-Unternehmer und ein Vorbild für uns alle dort.

Ich wünsch euch allen ein schönes Restjahr 2020!

Euer
Hagen Wolfstetter

Bildquelle: BVMW

Mein Startup-Bericht: „Machen-machen-machen-machen-nachdenken-machen-machen-machen…!“

Mein Startup-Bericht:

„Machen-machen-machen-machen-nachdenken-machen-machen-machen…!“

Da Stand sie, die Idee!
Was habe ich recherchiert, geexcelt und gehirnt.
Gespräche mit Freunden, Beratern, Banken geführt.
Kredite geholt, angefangen!

Mir nicht genug Zeit genommen den richtigen Steuerberater zu finden.

Telefonieren, telefonieren, telefonieren, telefonieren, telefonieren, telefonieren, telefonieren!
Interessenten besuchen, Interessenten besuchen, Interessenten besuchen, Interessenten besuchen!
Partnerschaften aufbauen, Netzwerken, Netzwerken und nochmal Netzwerken.

Manchmal dachte ich wir sind ein Autohaus. Die Firmenwagen wurden auch immer mehr und immer schön beschriftet. Gesehen werden, das hatte ich von Adi gelernt. Schöne Erinnerung!

Es manchmal einfach laufen lassen, auch wenn es nicht gut lief. Das Prinzip Hoffnung.
Was hat es weh getan die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn ich mal wieder jemanden entlassen musste.

Meinen Partner konnte ich nicht ordentlich bezahlen, da gab es halt eine damals wertlose Beteiligung und wenig Gehalt! Genau so wenig wie meins…

Ich habe zweimal geweint, weil wir soooo knapp vor der Insolvenz waren.
Ich habe noch öfter gefeiert, da wir ungebremst gewachsen sind.
Unseren Dispo haben wir niemals gebraucht!

Was haben wir uns gefeiert, wenn es mal gut lief. Besser hätten wir uns mal gefragt, warum die Zahlen besser aussahen als wir erklären konnten.

Immer dann wenn wir so richtig in die Fresse bekommen haben? Dann haben wir auf einmal über Nacht alles richtig gemacht!

Wir waren eine Familie, ein Team. Jeder hat nach jedem geschaut. Keiner ging verloren.
Afterwork, Kino, Mittagspausen-Metzgerüberfall, Kerbbesuche, Grillen…

Unsere Strategiemeetings waren legendär, Essen, Trinken, Party!
Und? Umsetzbare Strategien!
Und einen der uns immer wieder in den kommenden Monaten nach deren Umsetzung gefragt hat.

Nach weniger als 10 Jahren dann der Exit!

Im Nachhinein würde ich es nicht mehr machen? Das kann ich gar nicht beantworten, natürlich würde ich es machen. Hat ja funktioniert.
Ich würde jedem davon abraten, niemanden abhalten. Aber anfeuern!

Meine Familie hat es ertragen, immer hinter mir gestanden. Alle haben es unterstützt. Mama mit ihrer Wohnung. Die Frau in der Verwaltung und mit verzichten, die Kinder mit helfen und verzichten. Die Schwester/Schwager mit Krediten. Peter mit Muskelkraft… Um nur einige zu nennen, es waren unzählige mehr, dafür nochmal Danke!

Den wichtigsten, den Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann ich auch nur danken. Für Vertrauen, Zuverlässigkeit, Energie…

Was bleibt sind Namen und viele Erinnerungen.

Ja und ich gebe es zu, bei mir auch Geld…

Liebe Grüße
Hagen

Nachruf Mario Ohoven

https://www.welt.de/wirtschaft/article219124818/Mittelstands-Praesident-Mario-Ohoven-stirbt-bei-Verkehrsunfall.html

Er besuchte uns ab und an beim Mittagessen.
Sagte einige gute Worte zur Eröffnung unserer Sitzung und entschwand dann in andere Termine.
Oder das unvergessliche „letzte Getränk“ mir ihm aber dazu mehr am Ende.
Er hat großes geleistet, und möge ihn Frieden seine Ruhe finden.

Mario Ohoven hat den BVMW, den Bundesverband mittelständische Wirtschaft geprägt. Groß gemacht und sich in der Politik Gehör verschafft.
Ja er konnte auch ein „schriller Vogel“ sein, gerade in Begleitung seiner Frau oder Tochter.
2001 wurde er mit dem „Oscar des deutschen Mittelstandes“ ausgezeichnet, und mit deutschen Mittelstandspreis „Kustos des mittelständischen Unternehmertums“ ausgezeichnet. Sein Lebenswerk wurde erst 2019 mit dem Mittelstandspreis der Medien geehrt.

Bildquelle: BVMW.de

Vor ich glaube 3 Jahren beim Jahresempfang, standen ich und Bea gerade am Getränkestand an, wo Mario Ohoven selbst Hand anlegte. Doch als wir just um 24:00 Uhr noch ein Getränk wollten, verschwand er einfach ohne ein Wort zu sagen. Wir lachten, das war selten, das Mario Ohoven keine Worte fand…

Nun nimmt er Abschied wie andere große Helden, sie James Dean oder Falco, bei einem tragischen Autounfall.
Mario Ohoven ist am Samstag, nach Presseverichten, mit seinem Bentley aus noch ungeklärter Ursache in die Mittelleitplanke gefahren.

R.I.P. Mario Ohoven

In der Kommission für Arbeit und Soziales werden wir seiner ein stilles Andenken allzeits leben!



Geschrieben, 2.11.2020 Hagen Wolfstetter