Wie ich einer der besten Vertriebler geworden bin, die ich kenne?

Wie ich einer der besten Vertriebler geworden bin, die ich kenne?

Bevor ich meine Ader für den Verkauf entdeckt habe?
War ich schon ein Mensch, der gerne Kontakt zu all seiner Vergangenheit gehalten hat.
Klassentreffen, aller Schulen, wo was war, ging ich hin. Ehemalige Arbeitskollegen die ich mochte, wenn die Geburtstag hatten rief ich dort an. Wenn mich von einer ehemaligen Firma zum Tag der offenen Tür eingeladen wurde, freut ich mich mal wieder rein zu schauen. Als junger Erwachsener hielt ich Kurse an der VHS. Ich glaube, ich habe rund 1000 Menschen in meinem Leben was beigebracht. Naja manchmal habe ich dabei mehr gelernt, als die Teilnehmer. Die Vorbereitung kam zwar selten zu kurz, aber manchmal doch.
Bei Vereinen habe ich Bier gezapft, in der Schule war ich Elternbeirat und so kam, was wohl kommen musste…

Bei einem Freund in der Firma habe ich mal gearbeitet, und da machten wir uns einen echten Spaß daraus, einfach jeden Tag eine Firma im Telefonbuch zu suchen und dort mal „kalt“ anzurufen. Natürlich oft ohne Erfolg.

Wenn ich beim Bäcker war und es keine Schlange gab, redete ich mit der Verkäuferin übers frühe Aufstehen. Mittags beim Metzger einen Witz über veganer erzählt, aber auch nur, wenn nix los war. Wollte ja die Leute nicht von der Arbeit abhalten. Ich fuhr gerne auf Messen und redete dort mit den Verkäufern, für die ich kein möglicher Kunde war, nur wenn kein anderer wartete. Es gab dann oft das Angebot für eine kostenlose Wurst, für einen Kaffee oder ein Bier.
2012, ich mache mich selbständig. Ich kann IT, ich bin ein guter Berater, aber ich habe noch nie im Leben etwas verkauft!
Also her mit den Gelben Seiten und losging es. Und nach 40 Telefonaten am Tag, keiner hat mich beschimpft. Aber ich hatte auch keinen Termin. Nach einigen Tagen der erste Termin!

Ich habe in jedem Gespräch etwas anderes erzählt, viel zugehört und mit der Zeit gezielt qualifiziert, nachdem ich auch mal zu Interessenten gefahren war, die null ins Beuteschema passten. Auf Xing und Linkedin, habe ich jede Nachricht individuell verfasst, jede. Naja zeitweise hatte ich den einen genialen Ghostwriter, wir wollten ja wachsen… Da nutzte ich auch mal die Grauzonen.
Seit ich mit Turnschuhen Weltfirmen als Kunden gewonnen habe, und wegen meines „Bauernlook“ auch eine Absage einer großen Werbeagentur erhalten habe: „Renne ich herum wie ich mich wohlfühle!“ Und je wohler ich mich fühlte, desto mehr neue Kunden konnte ich gewinnen.

Einer meiner Höhepunkte war nicht mal der größte Auftrag, sondern das ein mittlerweile langjähriger Kunde einem befreundeten Unternehmer erzählte: „Der Hagen ist einer der besten Verkäufer, der würde sogar dem Papst ein Wasserbett verkaufen!“

Ja, ich hatte später zwei tolle Trainer. Echte Vertriebler, die das gelernt haben. Die mir sagten wir man noch besser ins „Closing“ kommt. Wie man Personen begeistert und auch manipuliert. Aber da ich immer Mehrwerte verkauft habe, konnte ich das immer mit dem besten Gewissen!

Heute, empfehlen mich die Kunden an andere befreundete Unternehmen. Heute werde ich eingeladen um Vorträge zu halten, gehe auf Konferenzen und rede dort vor 10 Nationen gleichzeitig.
Und dennoch erwische ich mich ab und zu und spreche mit Menschen, die noch nie von mir oder uns gehört haben…

Gestern bekam ich ein Lob von einem befreundeten Unternehmer: „Und du hast es sogar geschafft, deine Firma zu verkaufen – Respekt!“Hagen Vertrieb

Das mal über mich selbst.
Euer
Hagen

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